Chirurgische Endoskopie – Bariatrische Endoskopie

 Die Vielfalt der bariatrischen Endoskopie

Kategorie:

Skill-Kurse

Wissenschaftliche Leitung:

Dr. med. Christine Stier

Termine: 

19. - 20. September 2017

Programm (folgt)

Veranstaltungsort:

Klinik für Adipositaschirurgie Metabolische Chirurgie
Internationales Adipositaszentrum
Sana Klinikum Offenbach
Starkenburgring 66
63069 Offenbach am Main

Zielgruppe:

Einsteiger (mit endoskopischen Grundkenntnissen)

Spezielle Voraussetzungen: Kenntnisse in der Endoskopie des oberen Gastrointestinaltraktes 

Kurzbeschreibung:

In diesem Kurs können die Teilnehmer Kenntnisse zur spezifischen bariatrischen Endoskopie erwerben. Außerdem werden die Techniken der aktuellen endoskopischen Verfahren vermittelt.

Lernziele: 

Am Ende des Workshops können die Teilnehmer … 

  • die Diagnostik in der bariatrischen Endoskopie verstehen.
  • die verschiedenen endoskopischen Nahttechniken und Besonderheiten differenzieren. 
  • die Indikation und Durchführung verschiedener endoskopischer Verfahren benennen. 
  • häufige Fehlerquellen und deren Vermeidung situationsgerecht einschätzen. 

Teilnehmerzahl:

4-8 Personen

Umfang:

insgesamt 16 Arbeitseinheiten (AE), aufgeteilt in 2 Präsenztage (12 AE), sowie Vorbereitungszeit (2 AE) und Nachbereitungszeit (2 AE)

CME:

bei der Landesärztekammer Hessen beantragt

Lernmethoden: 

  • Vorträge 
  • Live – Endoskopien
  • Live – endoskopische Interventionen
  • Parktische Übungen am Trockenmodell

Teilnahmegebühr:

350€ für DGAV-Mitglieder, 390€ für Nicht-Mitglieder 

Zusätzliche Informationen

Lokaler Ansprechpartner: Frau Dr. med. Sonja Chiappetta (sonja.chiappetta(at)sana.de)
Verpflegung während des Workshops wird gestellt.

Bariatrische Endoskopie

Die Endoskopie ist schon immer ein essentieller Baustein der Adipositaschirurgie in der Diagnostik. 
Präoperative Diagnostik, Komplikationsmanagement und Bridging-Verfahren sowie innovative primäre intraluminale Verfahren zur Gewichtsreduktion ergeben zusammen die neue endoskopische Subspezialisierung der „Bariatrischen Endoskopie“.

In der präoperativen Diagnostik erfolgt endoskopisch der Ausschluss einer Pathologie am Magen, die gegebenfalls eine Änderung der chirurgischen Planung nach sich zieht.  Die Endoskopie ist das Mittel der ersten Wahl beim Komplikationsmanagement, insbesondere bei der Schlauchmagen Leckage. Stents, endoluminale Applikation von Fibrinkleber oder die endoluminale Vakuumtherapie sind Beispiele hierfür, aber auch die endoluminale Naht wird durchgeführt. 

Die Endoskopie hat ebenfalls einen Stellenwert als Bridging Verfahren, um eine Reduktion des intraabdominalen Fettvolumens als auch die Verminderung des Lebervolumens zu erreichen und damit einen größeren intraabdominalen Raum für den laparoskopischen Eingriff zu schaffen. Hier hat insbesondere der Magenballon einen hohen Stellenwert. 

Primäre endoluminale Verfahren können die therapeutische Lücke zwischen medikamentöser und operativer Therapie schließen. Dabei haben endoluminale Verfahren ein deutlich höheres Wirkungspotential als ein medikamentöser Therapieansatz und ein geringeres Risiko als die chirurgische Intervention. Auch hier spielt der Magenballon im Bereich der Adipositas Grad I und II eine Rolle.  Intraluminale Naht- und Ankerverfahren wie die Primäry Obesity Surgery, Endoluminal (POSE) oder die endoluminale Gastroplastie (ESG) werden in Europa zunehmend eingesetzt und finden ihren Platz im Indikationsgefüge der Adipositastherapie.

Das endoskopische Setting bei adipösen Patienten mit BMI bis über 90 kg/m2 spielt eine wichtige Rolle bei der Risikostratefizierung in der bariatrischen Endoskopie. Die Durchführung eines Eingriffs in Intubationsnarkose oder nur in Analgosedierung, in der Endoskopie oder im OP, mit oder ohne Anästhesisten, sind wichtige Fragen, die es zu beantworten gilt rund um diese neue Subspezialisierung, die zwei unterschiedliche Fachgebiete, die Gastroenterologie und die Adipositaschirurgie, miteinander verbindet. 

 

 

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