Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
das Rektumkarzinom stellt auf Grund seiner Lokalisation eine besondere Entität im Rahmen der kolorektalen Tumoren dar. Die hohe Rate an Lokalrezidiven konnten mit dem besseren Verständnis der besonderen Anatomie des Mesorektums und der daraus abgeleiteten totalen mesorektalen Resektion gesenkt werden. Durch die Einführung der multimodalen Therapienformen kann heute eine Langzeit Überlebensrate von über 60% erreicht werden.
Die modernen Diagnoseverfahren ermöglichen ein exakteres Staging, so dass die Patienten einer stadiengerechten Therapie zugeführt werden können. Dank einer zunehmenden Etablierung der laparoskopischen Operationstechniken unter Beibehaltung aller onkologischen Kriterien können immer mehr Patienten mit einem Rektumkarzinom von der minimal invasiven Chirurgie profitieren. Dies stellt indes besondere Anforderungen an die Diagnostik und operative Therapie.
Trotz der Existenz aktueller Leitlinien gibt es beim Rektumkarzinom zahlreiche Themen, welche letztlich nicht geklärt sind. Insbesondere die Problematik der nervalen Funktionsstörung von Blasen und Sexualfunktion sowie die Vermeidung eines künstlichen Darmausganges sind Gegenstand aktueller Diskussion. Im Rahmen des deutschen Darmtages haben wir namhafte Referenten eingeladen, um einerseits ganz praktische Aspekte zur Diagnostik und Therapie des Rektumkarzinoms zu erörtern und andererseits kontrovers diskutierte Aspekte zu beleuchten.
Wir würden uns freuen, Sie als Gast an diesem Fortbildungstag im Novotel begrüßen zu können.
Prof. Dr. med. M. Heiss
Klinik für Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie
Kliniken der Stadt Köln gGmbH
Lehrstuhl f. Chirurgie der Universität Witten/Herdecke
