Liebe Kolleginnen und Kollegen,
das Thema N.O.T.E.S. ist weithin in aller Munde. Vielfach wird es jedoch als kosmetischer Irrweg verstanden, der nur der Vermeidung von sichtbaren Narben dient. Der Wunsch, Operationen im Bauchraum ohne jede Verletzung der Bauchdecke durchzuführen ist andererseits eine logische Weiterentwicklung der laparoskopischen Operationstechnik, der neben kosmetischen auch medizinische Vorteile bieten könnte.
Daher ist der Gedanke, den Zugang zum Bauchraum über natürliche Körperöffnungen zu wählen durchaus folgerichtig. Seit kurzer Zeit hat die transvaginale/transumbilicale Cholezystektomie den Weg in die klinische Routine geschafft. Da dieses, von Prof. Zornig entwickelte Hybridverfahren jedoch nur bei weiblichen Patienten in Frage kommt, sind alternative Zugänge gefragt. Allerdings ist der Wandverschluss beim transgastralen und transrektalen Zugang noch immer problematisch. Hier darf man gespannt sein, welche Lösungen in naher Zukunft entwickelt werden.
Nach den durchaus gemischten Erfahrungen bei der Einführung der laparoskopischen Chirurgie vor nunmehr über 20 Jahren ist jede Einführung neuer Operationstechniken mit Skepsis begleitet, weshalb unsere Fachgesellschaft ein entsprechendes Register eingeführt hat, um Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen zu können.
Neben dem N.O.T.E.S.-Konzept ist die Begrenzung der Bauchdeckenverletzung auf einen einzigen Trokarzugang eine weitere interessante Entwicklung, die wir ebenfalls diskutieren möchten.
Wir sind glücklich, auf diesem sehr jungen Gebiet die maßgeblichen Entwickler der verschiedenen Techniken für unser Symposium gewinnen zu können und würden uns sehr freuen, auch Sie am 09.05.2009 begrüßen zu dürfen.
Programm (PDF)
Prof. Dr. med. M.M. Heiss
Dr. med. D. Bulian
Klinik f. Viszeral-, Gefäß-, und Transplantationschirurgie
Kliniken der Stadt Köln gGmbH
Lehrstuhl f. Chirurgie I der Universität Witten/Herdecke
