22. Juni 2018

1. Lech-Symposium, Bayerischer Adipositastag

Adipositas ist eine der größten Gesundheitsbedrohungen der nächsten Jahrzehnte. Einer aktuellen Schätzung der WHO zufolge sind weltweit etwa zwei Milliarden Menschen übergewichtig (BMI > 25 kg/m²) oder adipös (BMI > 30 kg/m²).

Programm

Liebe Kolleginnen und Kollegen,Adipositas ist nach der WHO eine chronische Erkrankung, die mit einer übermäßigen Entwicklung von Übergewicht und Körperfett einhergeht. Die Ursachen sind zumeist multifaktoriell. Neben Ernährungseinflüssen, Umweltfaktoren und Stoffwechselstörungen spielen genetische Faktoren eine Rolle.

Adipositas ist eine der größten Gesundheitsbedrohungen der nächsten Jahrzehnte. Einer aktuellen Schätzung der WHO zufolge sind weltweit etwa zwei Milliarden Menschen übergewichtig (BMI > 25 kg/m²) oder adipös (BMI > 30 kg/m²).

Die Lebenserwartung adipöser Menschen ist deutlich reduziert. Ursache dafür sind die häufig entstehenden Folgeund Begleiterkrankungen der Adipositas. Neben einem Diabetes mellitus Typ 2, einer arteriellen Hypertonie, Hyperlipidämie, einem obstruktiven Schlafapnoe Syndrom, einer Steatosis hepatis mit fließenden Übergängen zu Leberfunktionsstörungen und Ausbildung einer Leberzirrhose, einer Cholezystolithiasis, einem Polyzystischen Ovarsyndrom sowie arthrotischen Veränderungen der Wirbelsäule und großen Körpergelenken kann auch die Ausbildung diverser bösartiger Tumore begünstigt werden. Psychische und psychisch-soziale Beeinträchtigungen sind bei adipösen Menschen vermehrt anzutreffen und isolieren Betroffene in vielen Fällen zunehmend. Bei gleichzeitiger Abnahme der körperlichen Belastbarkeit und frühzeitiger Erschöpfung kann die Berufsausübung erheblich eingeschränkt sein und zur Aufkündigung des Arbeitsverhältnis führen. Die Berufsunfähigkeit droht bei persistierender Adipositas permagna oft bereits zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr.

Da eine Prävention der Adipositas bisher unzureichend im Gesundheitssystem etabliert ist, müssen zunehmend die Folgen massiven Übergewichts behandelt werden. Gerade bei drohender oder bereits eingesetzter Komorbidität gewinnen neben konservativen Ansätzen auch operative Therapien zur Gewichtsreduktion eine zunehmende Bedeutung.

Das Symposium vermittelt Ihnen aktuelles Wissen zum Thema Adipositas aus interdisziplinärer Sicht und richtet sich sowohl an Klinikärzte als auch an niedergelassene Kolleginnen und Kollegen. Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen.

Mit kollegialen Grüßen

Harald Tigges

 

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