AsTerOiD - multizentrische Teilschrittestudie

AsTerOiD Assistenz von Teilschritten bei abdominalchirurgischen Operationen iDeutschland

Die CAJC hat zur Verbesserung der operativen Weiterbildung das Teilschrittekonzept ins Leben gerufen und im praktischen Kitteltaschenformat zusammengefasst. Diese soll sowohl für Ausbilder als auch junge Chirurgen eine mögliche Orientierungshilfe und Anregung für eine erfolgreiche Weiterbildung darstellen. Während 62% der Chefärzte und 70% der nicht-Chefärzte in einer Umfrage angaben, dass das Teilschritte-Konzept ein wichtiger Bestandteil der Weiterbildung ist, werden diese laut der Assistenten nur in 26% der Fälle durchgeführt (Umfrage der DGAV). Diese subjektiven Angaben können derzeit nicht mit objektiven Daten zur Umsetzung dieses Konzeptes verglichen werden.

Die bisher einzige prospektive monozentrische Untersuchung zum Teilschrittekonzept in Deutschland [1] konnte zeigen, dass eine Steigerung des Anteils assistierter Teilschritte von 15% auf 42% problemlos möglich ist und zu erhöhter Mitarbeiterzufriedenheit auf allen Ebenen führt.

Aus diesen Gründen hat sich die CAJC zum Ziel gesetzt, die Umsetzung des Konzeptes deutschlandweit prospektiv zu untersuchen und hat die AsTerOiD-Studie (Assistenz von Teilschritten bei abdominalchirurgischen Operationen iDeutschland) ins Leben gerufen.

Hierbei sollen die verschiedenen operativen Teilschritte im Rahmen von fünf abdominalchirurgischen Operationen erfasst werden:

  1. Sigmaresektion (laparoskopisch und konventionell)

  2. Cholezystektomie (laparoskopisch)

  3. Thyreoidektomie

  4. Pankreaskopfresektion (Whipple, PPPD)

  5. MIC-Leistenhernie (TEP, TAPP)

Hierfür wurde ein Online-Eingabemodul analog zum bewährten StuDoQ-System der DGAV erstellt um die Erhebung zu vereinheitlichen und zu erleichtern. Der Arbeitsaufwand wird somit pro Operation maximal 5min betragen. Die Erhebung soll möglichst auf allen Versorgungsstufen durchgeführt werden.

Darüber hinaus soll die subjektive Wahrnehmung der Weiterbilder und der Weiterzubildenden vor und nach Beginn der Erhebung durch eine Online-Umfrage erfasst werden.

Die Auswertung der Daten erfolgt anonymisiert, jedoch soll es jeder teilnehmenden Klinik analog zum Studoq-Register der DGAV ermöglicht werden auf die eigenen Daten im Sinne einer internen Qualitätserhebung zuzugreifen. Darüber hinaus kann der eigene Rang im Kollektiv der teilnehmenden Studienzentren eingesehen werden.

Die Studie läuft seit Februar 2018.

Interessierte Kolleginnen und Kollegen / Kliniken können sich jederzeit gerne formlos unter asteroid(at)junge-chirurgie.de anmelden.

Wichtig ist hierbei zu beachten, dass eine verantwortliche Person pro Klinik genannt werden muss, die als Ansprechpartner fungiert und die Dateneingabe durchführt.

Für weitere Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung

Dr. med. Dipl.-Phys. Anjali Röth
1. Vorsitzende der CAJC
anjali.roeth(at)junge-chirurgie.de  
Dr. med. Tobias Huber
Vorstandsbeirat, Studienleiter
tobias.huber(at)junge-chirurgie.de 
Dr. med. Ines Richardsen
Studienkoordination
ines.richardsen(at)junge-chirurgie.de 

Literatur:

[1] Kneist W, Huber T, Paschold M, Bartsch F, Herzer M, Lang H. 
 Transparente operative Weiterbildung in der Viszeralchirurgie - Analyse an einer deutschen Universitätsklinik
 Chirurg. 2016 Oct;87(10):873-80. doi: 10.1007/s00104-016-0240-z. German.

Die DGAV und die Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Junge Chirurgen (CAJC) laden zum "Abend der...

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